Tschechien ist bekannterweise nicht Mitglied der Eurozone und verwendet eine eigene Währung – die tschechische Krone. Abgekürzt wird sie mit Kč (Koruna česká) bzw. international mit CZK. Es empfiehlt sich, sich bereits vor der Abreise nach Tschechien mit der Währung vertraut zu machen. Viele fragen sich "kann ich in Prag wie zu Hause mit Euro bezahlen?" und hoffen, sich den Umstand des Geldwechsels sparen zu können. Dazu kann man sagen, dass viele Restaurants und Supermärkte Euro akzeptieren, aber einen sehr schlechten eigenen Wechselkurs anwenden.
Aktuell ist ein Euro ungefähr 25 Kronen wert. Das macht das Umrechnen einfach: 50 Kronen entsprechen ca. 2 Euro, 100 Kronen 4 Euro und so weiter. Nehmen wir an, Sie gehen in ein Restaurant und essen und trinken beispielsweise für 500 Kronen, also etwa für 20 Euro. Nun setzt das Restaurant einen eigenen Kurs von 20 Kronen pro Euro an, und anstatt 20 Euro kostet der Besuch 25 Euro. Es lohnt sich also, möglichst in der Landeswährung zu zahlen.
Vermeiden Sie unbedingt die mit „ATM“ gekennzeichneten Automaten, die sehr hohe Gebühren nehmen. Am besten heben Sie direkt in einer Bankfiliale ab. Die Gebühren, die dabei aufgrund der abweichenden Währung anfallen, legt Ihre Bank fest und Sie können sie vor der Abreise erfragen, am besten informieren Sie sich dabei auch gleich zu Partnerbanken in Tschechien. In der Regel werden 1% Gebühren erhoben, mindestens aber 3,50 Euro pro Abhebung. Falls Sie wirklich einen der mit „ATM“ markierten Automaten nutzen müssen, gehen Sie wie folgt vor:
- Karte einstecken
- Sprache wählen
- im Menü „Sonstiges“ wählen. Wenn Sie „Kontostand und Geld abheben“ wählen, fallen zusätzliche Gebühren für die Abfrage des Kontostands an
- im nächsten Menü „Geld abheben“ wählen
Bei einer Städtereise möchte man natürlich auch Geld ausgeben und überlegt vielleicht, vorher ein wenig Bargeld zu besorgen.
Hier sind drei grundlegende Tipps:
1. besser nicht oder nur wenig bei der Bank zu Hause wechseln
Wenn Sie bei Ihrer heimischen Bank tschechische Kronen bestellen, hat dies gleich mehrere Nachteile: einmal dauert es teils recht lange, bis die Bank den gewünschten Betrag bereitstellen kann. Dazu kommt, dass man in der Regel einen deutlich schlechteren Wechselkurs bekommt und dass damit jede Ausgabe in Prag entsprechend teurer wird. Um Geld zu wechseln, gibt es zwei Alternativen: einmal das Abheben am Geldautomaten.
2. Bei Wechselstuben genau auf den Kurs und die Wechselbedingungen schauen
Die Wechselstuben in Prag haben einen zweifelhaften Ruf, heute ist die Situation aber besser, bzw. es gibt mehrere Wechselstuben mit fairen Bedingungen. Dennoch lohnt es sich, vor dem Geldwechsel zu erfragen, wie genau die Bedingungen sind. Falls es mehrere Kurse gibt, fragen Sie, in welchem Fall Sie den besseren bekommen. Als Faustregel gilt, dass der Kurs pro Euro nicht mehr als 2 Kronen unter dem Kurs der Nationalbank (www.cnb.cz) liegen sollte.
Übrigens haben Sie das Recht, einen Geldwechsel rückgängig zu machen, und zwar innerhalb von 3 Stunden ab dem Zeitpunkt des Wechsels und nur, wenn maximal 1000 Euro gewechselt wurde. Es genügt, in derselben Filiale vom Vertrag zurückzutreten (berufen Sie sich dabei auf das tschechische Gesetz über Geldwechseltätigkeit – Zákon o směnárenské činnosti).
3. Am besten mit Karte bezahlen
Viele Sorgen sparen kann man sich, wenn man bargeldlos bezahlt. Man kann in Prag nahezu überall mit Karte bezahlen. Karte meint in diesem Fall Kredit- oder Debit-Karte. Die in Deutschland verbreitete V Pay Karte wird möglicherweise nicht überall akzeptiert.
Am besten am Telefon Google Wallet bzw. Apple Pay einrichten, dies ist die sicherste Methode, mit Karte zu bezahlen (siehe das Video „Warum ich nur noch mit dem Handy zahle" des Youtube-Kanals für IT-Sicherheit Morpheus).
Die Kosten für eine Zahlung im Ausland bzw. in einer Fremdwährung hängen in diesem Fall von Ihrer Bank ab. Am besten informieren Sie sich vorab über eventuelle Fremdwährungsgebühren bzw. Auslandsgebühren. In der Regel liegt eine solche Gebühr bei ca. 1,5% pro Transaktion.
Obwohl Tschechien in dieser Hinsicht sehr fortschrittlich ist, gibt es dennoch Situationen, in denen keine Kartenzahlung möglich ist. Zum Beispiel akzeptieren kleine Kneipen oder Lebensmittelhändler sowie manche öffentliche Toiletten nur Bargeld. Daher ist es durchaus sinnvoll, für eine Prag-Reise ein paar tschechische Kronen in bar zu wechseln.
Was soll ich am Terminal wählen? Euro oder die Landeswährung?
Wenn Sie in einem Land mit Karte zahlen, in dem der Euro nicht die Landeswährung ist, stellt Sie das Zahlungsterminal manchmal vor die Wahl: wollen Sie in Euro oder in der Landeswährung zahlen? Dies ist auf den ersten Blick recht verwirrend, viele Touristen wissen nicht, welche Auswirkung ihre Wahl hat und welche Option vorteilhafter ist. Dahinter steckt die sogenannte Dynamic Currency Conversion (DCC), also dynamische Währungsumrechnung. Der Service besteht hier darin, Touristen ihre gewohnte heimische Währung anzuzeigen, sodass sie den Preis besser einschätzen können. Bequem, aber eben kostenpflichtig.
In Tschechien zeigt die Anzeige also EUR oder CZK. Beim nächsten Mal also lieber die Landeswährung nehmen und zum Umrechnen die Beispiele am Anfang dieses Artikels verwenden!
Aktualisiert: März 2025
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